Stück “DENKSTEINE”

Im November 2016 ist es soweit: Unser erstes abendfüllendes Stück Denksteine frei nach Arthur Schnitzler  wird im Theater Rigiblick Premiere haben.

Das Projekt wird unterstützt durch:

image

image

_maincomp

Mit: Thomas Grampp, Julia Salome Nauer

Regie: Nathalie Gessner

Text: Arthur Schnitzler

Musik: Settore Giada

Choreographie: Julia Salome Nauer

Dramaturgie&Produktion: Nathalie Gessner, Julia Salome Nauer

Assistenz: Céleste Devrient

Kostüm: Barbara Bornhauser

Daten und Spielorte:

Premiere:

So, 20. November 2016, 20h Theater Rigiblick Zürich
Germaniastrasse 99 8044 Zürich. 044 361 80 51/ tickets@theater-rigiblick.ch

Weitere:

Mo, 21. November 2016, 20h Theater Rigiblick Zürich
Germaniastrasse 99 8044 Zürich. 044 361 80 51/ tickets@theater-rigiblick.ch

Fr, 25. November 2016, 20h Rennweg 26  Biel
Tickets: tickets@4thprotocol.com

So, 29. Januar 2017, 19h, Alemannische Bühne Freiburg i. Brsg.
Alemannische Bühne e.V.,  Gerberau 15 79098 Freiburg.
Karten unter: www.alemannische-buehne.de
BZ Kartenservice: 0761/ 496 88 88 oder Vormittags unter: 0761/ 44 55 67

So, 19. März 2017, 19h, Alemannische Bühne Freiburg i. Brsg.
Alemannische Bühne e.V.,  Gerberau 15 79098 Freiburg.
Karten unter: www.alemannische-buehne.de
BZ Kartenservice: 0761/ 496 88 88 oder Vormittags unter: 0761/ 44 55 67

Weitere Termine noch in Bearbeitung.

Das Stück

Ein Mosaik dreier Szenen aus Schnitzlers Text „Anatol“ (Weihnachtseinkäufe, Agonie, Denksteine) erzählt und dekonstruiert zugleich das Bild des Frauenhelden: Im wahrsten Sinne des Wortes ziehen sich die Figuren immer mehr aus, entblössen sich während des Stückverlaufs und zeigen uns immer mehr ihre wahren Gesichter. Obwohl die Frauenfiguren im Text ständig wechseln, werden sie von einer einzigen Schauspielerin verkörpert; liebt Anatol verschiedene Frauen, die Eine (obwohl er sie immer anders nennt) oder schlicht „die Frau an sich“?

Die traumartigen, getanzten Zwischensequenzen mit Live-Musik von Settore Giada lassen den Zuschauer immer tiefer in die Seelen blicken und machen die abstrakten Gefühlswelten mit Eifersucht, Begehren, Eingrenzung, Entfremdung und Agonie fassbar. Die Choreographien reflektieren formal Inhalt, Übergang und Metamorphose der Figuren: Haben wir zu Beginn des Stücks noch (von der Gesellschaft) eingeengte „Marionetten“ befreien diese sich schliesslich – u. a. durch die Dekonstruktion der eigens aufgestellten Beziehungsregeln – und zeigen sich ungeschminkt, echt, was letztlich erst eine wirkliche Begegnung miteinander ermöglichen kann.

Mosaikartig werden einige Einzelepisoden zu einem grossen Ganzen gefügt und erzählen parabelartig eine andere Geschichte von Schnitzlers Anatol.

Der Text

Der 1893 gefertigte Einakter legt schon mit seiner Entstehungsgeschichte die Form eines Mosaiks nahe: Selbst Schnitzler ordnete die Szenen wie Mosaiksteine mehrere Male wieder neu an, was demnach einer nicht festgelegten Reihenfolge einer Inszenierung anbietet. Die Figur Anatol als „Frauenheld“, der seinerseits selbst an Zweifeln und Eifersuchtsanfällen leidet, zeichnet ein Bild der (verbotenen) Liebe um die Jahrhundertwende, welches heute nicht weniger aktuell ist, da dieses Bild dem Leser bzw. Zuschauer tiefe Einblicke in die Psychologie der Figuren zulässt und geradezu als Spiegel einesjeden fungiert: Die geschickt im Text inszenierten Gefühle bieten eine hohe Fläche der möglichen Identifikation, was mitunter zur stets gültigen Aktualität des Stücks beiträgt: Arthur Schnitzler besticht noch heute mit dem psychologischen Tiefgang seiner Texte.

Bühne und Kostüm

Auf der Ebene des Kostüms und Bühnenbilds versuchen wir ein Zusammenspiel zwischen Realismus und Abstraktion zu finden. Die Kostüme, realistisch und zeitgemäss gehalten, reflektieren als Transformationsmedium eine ‚modische Zeitreise’ und die Aktualität des Texts sowie natürlich die Verwandlung der jeweiligen Figuren. Jede Szene ist als Mosaikstein in ihrem „Look“ eine eigene kleine Welt – ein eigener kleiner Zeit-Raum.

Das Bühnenbild wird schlicht gehalten: Wie in einer Spielkiste, wird gespielt mit Kuben (‚Denksteinen’) und mit Puppen – drei Schneiderpuppen verkörpern die vergangenen weiblichen Figuren, so dass diese auch in den nächsten Szenen visuell im Gedächtnis bleiben, indem jeweils ein prägnantes Kostümteil nach den Szenen darauf abgelegt wird.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s